BLOG

 

Willkommen in unserem Blog!

Digitale Produkte gestalten und verkaufen: Eine Roadmap mit 6 Ideen für den Einstieg

Digitale Produkte kann man nicht in den Händen halten, schmecken oder anfassen, aber alle nutzen sie – von Musik über Videos, E-Books bis hin zu Online-Kursen und mehr.

Aufgrund ihrer Popularität und der einfachen Verbreitung bauen viele Entrepreneure ganze Unternehmen um diese immateriellen Güter herum auf oder führen digitale Produktlinien ein, um die von ihnen angebotenen physischen Produkte oder Dienstleistungen zu ergänzen.

Was digitale Produkte jedoch besonders attraktiv macht, ist die Tatsache, dass sie einmal erstellt und immer wieder verkauft werden können – ganz ohne Inventar und Lagerhaltung. Damit sind sie ideal für Kreative, Künstler, Coaches und Freelancer, die nach neuen Einkommensquellen mit weniger Aufwand suchen.


Starte deinen eigenen Onlineshop mit Shopify!

90 Tage lang kostenlos testen—keine Kreditkarte erforderlich.

E-MailJetzt starten


Was sind digitale Produkte?

Ein digitales Produkt ist ein immaterieller Artikel oder ein Medium, das wiederholt online verkauft und verbreitet werden kann. Diese Produkte liegen häufig in Form von herunterladbaren oder streambaren Dateien vor, so zum Beispiel MP3s, PDFs, Videos, Plugins und Vorlagen.

Wie erstellt man digitale Produkte?

Wenn dein Business durch COVID-19 beeinträchtigt wurde und du deine Türen für Kunden schließen musstest, möchten wir dir gern helfen und zeigen, wie digitale Produkte zu deinem bestehenden Geschäft passen. Wir haben diesen Leitfaden für alle Entrepreneure erstellt, die sich fragen, wie sie in diesen unsicheren Zeiten weiterhin Geld verdienen können. Denn auch jetzt hast du deinen Kunden noch immer einen enormen Wert zu bieten.
frame frameborder="0" height="299" src="https://docs.google.com/presentation/d/e/2PACX-1vTgDkNNyWKBygmVKtpnbO4d6-8WlvAtNTtSbw4Fj1cyiDMD6bBCcxLhoKP1o68ozr64Gzj549Uom2xc/embed?start=true&loop=false&delayms=30000" width="480">

Die Vorteile der Entwicklung digitaler Produkte

Digitale Produkte haben viele Vorteile, die sie sehr attraktiv für den Verkauf machen:

  • Niedrige Gemeinkosten: Du musst kein Inventar vorhalten und es fallen keine Versandkosten an.
  • Extrem hohe Gewinnmargen: Es gibt keine wiederkehrenden Warenkosten, sodass du den Großteil deines Umsatzes als Gewinn behalten kannst.
  • Automatisierungspotenzial: Bestellungen können sofort versendet werden, sodass das Fulfillment relativ unaufwändig erledigt werden kann.
  • Flexible Produkte: Du kannst kostenlose Produkte zum Aufbau deiner E-Mail-Liste, kostenpflichtige Abonnements für den Zugang zu exklusiven Inhalten oder Lizenzen zur Nutzung deiner digitalen Produkte anbieten. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, digitale Produkte in dein Business zu integrieren.

Digitale Produkte bringen aber auch besondere Herausforderungen mit sich:

  • Du konkurrierst mit kostenlosen Inhalten: Bei digitalen Gütern können Verbraucher wahrscheinlich kostenlose Alternativen zu dem finden, was du verkaufst. Von daher musst du genau über deine Nische und die Produktbeschreibungen nachdenken. Du musst mit deinen Produkten einen Premium-Wert bieten und wissen, wie du am besten deine Marke aufbaust. Nur so wirst du auf Dauer wettbewerbsfähig sein.
  • Anfällig für Produktpiratrie/ Diebstahl geistigen Eigentums: Du musst Vorkehrungen treffen und diese Risiken durch den Einsatz der richtigen Instrumente zum Schutz deiner Produkte verringern.
  • Einige Einschränkungen für den Verkauf: Beispielsweise musst du dich beim Verkauf digitaler Produkte über die Vertriebskanäle Facebook und Instagram an die E-Commerce-Richtlinien dieser Plattformen halten.

Die meisten dieser Herausforderungen lassen sich jedoch überwinden, wenn du bei der Gestaltung deines Geschäfts mit digitalen Produkten die richtigen Tools einsetzt.

Lesetipp: Welche Produkte du 2020 unbedingt verkaufen solltest, liest du hier.

5 Apps für den Verkauf digitaler Produkte

Wenn du einen Shop für digitale Produkte aufbaust oder nach Möglichkeiten suchst, deinen bestehenden Shop um digitale Produkte zu erweitern, gibt es eine Reihe von Tools, die du je nach deinen Bedürfnissen in Betracht ziehen solltest:

  1. Digital Downloads: Diese kostenlose App von Shopify bietet eine einfache Möglichkeit, digitale Produkte in deinem Shop zu verkaufen. Nach dem Kauf können Kunden ihre Datei sofort herunterladen. Den Link dazu erhalten sie ganz bequem per E-Mail.
  2. Sendowl: Für komplexere Geschäfte mit digitalen Produkten bietet Sendowl eine Vielzahl von Funktionen und nützliche Automatisierungen, darunter ablaufende Links und automatisch generierte Lizenzschlüssel.
  3. Single: Wenn du Musiker bist, der Musik verkauft, ist Single wie für dich gemacht. Es überbrückt nicht nur die Lücke zwischen physischen und digitalen Musikverkäufen, sondern ermöglicht es dir auch, auf einfache Weise Clips auf deiner Produktseite einzufügen, die von Kunden angehört werden können.
  4. FetchApp: FetchApp ist eine weitere Anwendung für die Bereitstellung digitaler Downloads. Sie bietet zwar weniger Funktionen als Sendowl, punktet aber mit einem kostenlosen Plan (5 MB Speicherplatz) und bietet dir die Möglichkeit, mehrere Dateien an ein einziges Produkt anzuhängen.
  5. Sky Pilot: Diese App ist ideal für den Aufbau eines Mitgliedschaftsprogramms, mit dem du Dateien oder exklusive Videostreams an Kunden verkaufen kannst. Kunden können dann über ihre eigenen Kundenkonten auf alle ihre zuvor gekauften Dateien zugreifen.

Neben diesen Systemen zur Bereitstellung digitaler Produkte gibt es noch andere Shopify-Anwendungen, mit denen du deine digitalen Waren anbieten und schützen kannst:

  • Charge Rabbit: Mit dieser App kannst du wiederkehrende Abrechnungen erstellen, die für den Verkauf deiner digitalen Produkte im Rahmen eines Abonnements erforderlich sind. Du kannst sie in die oben erwähnte App Sky Pilot integrieren, um Abonnements für exklusive digitale Streams oder Downloads zu ermöglichen.
  • Photolock: Wenn du einen zusätzlichen Schutz für visuelle Produkte wie Stockfotos wünschst, bietet diese App umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen – vom Wasserzeichen bis zum Quellcodeschutz.
  • Disable Right-Click: Wenn dein Inhalt dein Produkt ist, hilft dir diese App, ihn vor Diebstahl zu schützen. Du kannst Bilder und Texte sperren, damit sie nicht ohne deine Erlaubnis gespeichert oder kopiert werden können.

Abhängig von deinen Bedürfnissen können diese Apps und weitere zusammen verwendet werden, um digitale Produkte in deinen Shopify-Store zu integrieren und eine der unten beschriebenen digitalen Produktideen zu verwirklichen.

Hinweis: Wenn du digitale Produkte in Shopify erstellst, solltest du darauf achten, dass du das Häkchen bei „Dies ist ein physisches Produkt“ entfernst.

Digitale Produkte, die du online verkaufen kannst

1. Bildungsprodukte wie E-Books oder Kurse

Babbel vertreibt E-Books und Guides, welche dabei helfen, sich einen Überblick über das Thema Sprachenlernen zu verschaffen und individuelle Sprachlernlösung zu finden.

Wenn du dich sich selbst als Experte für ein bestimmtes Thema betrachtest, sind digitale Produkte eine gute Möglichkeit, diese Informationen zu verpacken und sie an andere zu verkaufen.

Lesetipp: Die Erfolgsgeschichte von Babbel und wie das Unternehmen mit Shopify auf digitale Produkte setzt, kannst du hier nachlesen.

Wenn es eine Fülle von kostenlosen Blogbeiträgen oder Tutorials auf YouTube über das gibt, was du vermitteln möchtest, kannst du mit Inhalten konkurrieren, die nicht Wissen, sondern eine Transformation versprechen. Mit anderen Worten: Verkaufe nicht das Produkt – verkaufe das eigene Potenzial der Kunden, dass sie nach dem Kauf des Produkts freilegen und nutzen können.

Du kannst deinen bestehenden Ruf als Experte nutzen, um Aufmerksamkeit für deine Produkte zu gewinnen. Wenn du dagegen bei null anfängst, kannst du kostenlose Inhalte erstellen, um Interesse und Leads für deine kostenpflichtigen digitalen Produkte zu generieren. Man spricht hierbei auch von Lead-Magneten.

2. Lizenzen zur Nutzung deiner digitalen Assets

edit stock selling stock footage as digital products

EditStock verkauft Lizenzen für Filmstudenten, die das auf der Website angebotene Stockmaterial in ihren eigenen Demo-Reels verwenden können.

Von Stockfotos über Videomaterial bis hin zu Musik und Soundeffekten gibt es ein globales Ökosystem lizenzpflichtiger digitaler Assets, die von Kreativen hochgeladen werden, damit andere sie in ihrer Arbeit verwenden können.

Durch das Angebot von Lizenzen für Privatpersonen und Unternehmen kannst du für die Nutzung deiner Fotos, Videos, Musik, Software und mehr über deinen eigenen Shop und Online-Marktplätze (z. B. Stockfoto-Websites) Entgelte verlangen. Allerdings berechnen manche dieser Marktplätze als Gegenleistung bis zu 50 % Provision für jeden Verkauf. Wenn du deine eigene Ressource für digitale Assets aufbauen möchtest, kannst du Sendowl verwenden, um ein solches Business mit einzigartigen, automatisch generierten Lizenzschlüsseln zu betreiben.

Wenn es um die Frage geht, welche Assets man am besten kreieren sollte, empfiehlt sich eine anfängliche Betrachtung der Bedürfnisse seiner Zielgruppe. Denke darüber nach, welche Art von Assets deine Zielgruppe nutzen möchte und wo ihr Bedarf liegt. Mit diesem Ansatz kannst du Produkte schaffen, die tatsächlich nachgefragt werden und damit auch leichter zu verkaufen sind.

Achte auch darauf, deine digitalen Produkte mit Wasserzeichen und anderen Sicherheitsmaßnahmen zu schützen, insbesondere wenn du Fotos verkaufst.

3. Mitgliedschaften für den Zugang zu exklusiven digitalen Produkten

snowboard addiction selling memberships for digital products

Snowboard Addiction bietet ein Abonnement für hochwertige Inhalte zur Ergänzung seiner physischen Produkte für Snowboarder an.

Anstatt einzelne digitale Produkte zu verkaufen, kannst du sie bündeln und über ein kostenpflichtiges Abonnement anbieten, um somit wiederkehrende Einnahmen zu erzielen.

Dieser Ansatz ist ideal, wenn du eine wachsende Bibliothek mit Premium-Inhalten aufbauen und dir gleichzeitig eine Gemeinschaft passionierter Mitglieder erschließen möchtest. In einigen Fällen können kostenpflichtige digitale Abonnements sogar eine Gelegenheit bieten, deine bestehenden Aktivitäten im Bereich Content Marketing zu monetarisieren.

Da sich diese Inhalte in einem exklusiven Bereich mit Zahlschranke befinden, auf den nur Abonnenten über ihr Kundenkonto zugreifen können, kannst du auch exklusive Inhalte hosten, die gestreamt statt heruntergeladen werden können.

4. Digitale Vorlagen und Tools

retro supply co. sells digital products for designers

Retro Supply Co. verkauft digitale Tools und Assets für Designer.

Digitale Produkte gibt es auch in Form von Tools, mit denen die Nutzer Aufgaben erledigen können, die entweder außerhalb ihres Kompetenzbereichs liegen oder viel Zeit in Anspruch nehmen. Du kannst digitale Lösungen für die gemeinsamen Probleme und Bedürfnisse eines bestimmten Publikums verkaufen.

Hier einige Beispiele:

  • Produkt-Mockups für E-Commerce-Entrepreneure
  • Lebenslaufvorlagen für Arbeitssuchende
  • Software für Unternehmen
  • Adobe After Effects-Plugins für Videoeditoren
  • Symbole, Schriftarten oder UX-Kits für Webdesigner

Wenn du bereits als Freelancer tätig bist, könntest du darüber nachdenken, wie du deine Fähigkeiten und Dienstleistungen in digitale Produkte umsetzen kannst, um dir so ein passives Einkommen zu erschließen.

5. Musik oder Kunst als digitale Produkte

materia collective sells digital music sheets

Materia Collective verkauft Notenblätter und -bücher für Soundtracks von Videospielen.

Wenn du Musiker oder Künstler bist, hast du wahrscheinlich auch bereits nach Möglichkeiten gesucht, deine Talente oder das von dir aufgebaute Publikum zu monetarisieren. Während T-Shirts oder Print-on-Demand-Produkte immer eine Option sind, gibt es auch im Bereich der digitalen Downloads viele Möglichkeiten.

Lesetipp: Wie du ohne großes Risiko selbst gestaltete T-Shirts, Bücher und mehr verkaufst, erfährst du hier.

Ein Musiker kann neben seinen Merchandise-Artikeln auch Klingeltöne seiner besten Lieder verkaufen. Ein Karikaturist könnte seine Kunst in käufliche Handy-Hintergrundbilder verwandeln. Da du hierbei kein Inventar führen musst, kannst du ohne großes Risiko mit verschiedenen Formaten experimentieren, um zu sehen, was am besten bei deinem Publikum ankommt.

Den ultimativen Leitfaden, um Kunst online zu verkaufen, geben wir dir in diesem Beitrag.

6. Dienstleistungen als digitale Produkte

Freeletics verpackt seine individuellen Trainings-Programme in digitale Produkte, welche als monatliches Abonnement verkauft werden.

Dienstleistungen lassen sich oft gut mit digitalen Produkten kombinieren, da sie vom Grundprinzip ziemlich gegensätzlich sind: Bei Dienstleistungen ist dein Bestand auf die Anzahl der Arbeitsstunden beschränkt, die du leisten kannst. Bei digitalen Produkten entfällt diese Einschränkung.

Hinzu kommt, dass Kunden häufig digitale Produkte als Teil ihres „Kaufs“ verschiedener Dienstleistungen erhalten. Ein Designer bietet Logos an. Ein Personal Trainer könnte Trainingspläne anbieten. In Anlehnung daran kannst du bestimmte Dienstleistungen als Paket mit wertvollen digitalen Produkten positionieren.

So könntest du z. B. eine Beratung gegen eine Gebühr zusammen mit einem personalisierten Bericht oder einer Excel-Tabelle anbieten und dann deinen Kunden auf deine anderen Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam machen. Du könntest aber auch ein kostenloses Produkt zum Herunterladen anbieten, um Leads für deine E-Mail-Liste zu generieren – eine Taktik, die heute von vielen Online-Unternehmen angewandt wird.

Vielleicht gibt es im Rahmen deiner Dienstleistung auch allgemeine Aufgaben, die für dich einfach und reine Routine sind, für deine Kunden aber wertvoll sein können. Falls ja, könntest du diese Dinge in Produkte verwandeln, um dir so eine Einnahmequelle zu erschließen, die weniger Zeit und Aufwand erfordert.

Kreativer Umgang mit deinen digitalen Produkten

Ohne Lagerhaltung und ohne die mit dem Verkauf physischer Produkte verbundenen Gemeinkosten können Projekte, die auf digitalen Produkten basieren, mit geringem Risiko gestartet und getestet werden.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie du deine eigenen digitalen Produkte erstellen und in dein Business integrieren kannst. Mit ein wenig Einfallsreichtum und etwas Zeit kannst du einen attraktiven Wert bieten, der sich mit der Zeit für dich und deine Kunden mehr als bezahlt machen kann.